".. das Unmögliche möglich machen, das Mögliche leicht und das Leichte elegant.“
(Dr. Moshé Feldenkrais)
...so bin ich also nach Münster gerast, 5 Uhr morgens Abfahrt 10-22 Uhr Seminar und 3 Uhr morgens zurück nachhause ...
Von 10-12 wurden Xenophon-Regionalvertreter gekürt. Da ich Karin Lührs/Neversdorf den Vortritt lassen wollte habe ich mich für HH oder M-Pomm aufgestellt und bin ernannt als Xenophon-Regionalvertreterin HH. Erste Aufgabe, einen drei-viermal jährlichen Reiterstammtisch zu gründen.
Das packe ich an, Termin 19.3.11 ca 15-18 Uhr als Kaffeeklatsch mit Vortrag und Dialog/ Diskussion.Örtlichkeit bald bekannt.
Mein Thema werden die ersten drei Punkte der Ausbildungsskala:
TAKT-LOSGELASSENHEIT-ANLEHNUNG in Wechselwirkung - Was hat der Freizeitreiter davon, der junge Turnierreiter, der Schulpferdereiter?
Welches der Anhaltspunkte kann das Pferd dem Reiter zeigen, welches der Reiter dem Pferd, womit hilft der Reitlehrer/ Trainer.
Wir suchen den aktuellen Rückbezug zu den RICHTLINIEN FÜR REITEN der FN und anderen Meisterschriften der KLASSISCHEN REITKUNST.
Ich bitte um euer Interesse und eure Unterstützung!!! MLvdS
Der Tag in der Münster Landesreitschule ging weiter mit einem feinen Vortrag von der 2. Vorsitzenden Susanne Miesmer, SKALA DER AUSBILDUNG UND RICHTLINIEN. Aus denen auch hervorgeht, dass bei der Dressur das Reiten im Gelände vorbereitet wird und das Reiten ohne Sattel hilfreich und wertvoll sein kann.
Danach stellte Klaus Balkenhol nacheinander drei Pferde unter dem Sattel vor. Alles natürlich begabte Turnierpferde. Alle drei Reiterinnen zeigten einen wunderbaren, geschmeidigen, tiefen Dressursitz und ruhige Hände.
Der Meister selbst ermahnte immer wieder zur Korrektur im Vorwärts, zum Vorgehen/ Vorgeben beider Reiterhände und zum Intervalltraining mit Pausen sowie Belobigung durch Reiterhand am Hals des Pferdes.
Vater-Mutter Tochter Anabel Balkenhol zeigten ihre tiefe Verbundenheit zu den / ihren Pferden im Dressursport. Sie fangen erst mit vier Jahren an, nehmen sich viel Zeit ,widmen sich auch dem schwierigen Pferd, verweisen auf eine 20jährige Zusammenarbeit mit Linda Tellington-Jones, holen Rat bei Peter Kreinberg u. a.
Beide Vereinsvorsitzenden betonten ihr Interesse für und ihren Kontakt zu "Freizeitreitern"...
Danach sehr wesentlich: Tierarztvortrag Dr. Stadler " Über Schmerzen und Leiden beim Pferd" . Nachhaltig wurde der Wissenstand aufpoliert, nach dem das Pferd nicht AAUHA sagt, aber dennoch ausdrückt, und der Reiter angehalten ist, sich danach zu richten. RICHTLINIENTREU reiten ermahnt / meint dann auch pferdegerecht reiten.
Wunderbar im Anschluß der gut bebilderte Vortrag des Leiters der Reitschule Vielseitigkeitsreiter Martin Plewa über KLASSISCHES REITEN. Er hatte sich den Begriff rausgesucht u. a. als ideal, vorbildlich, traditionell u. a.In der Umsetzung harmonisch, in der Hilfengebung unauffällig , Gefühl, dass sich der Technik bedient und nicht Techniken, die nach Gefühl suchen. Klassisch umgesetzt bedeutet u. anderem Gangbildentsprechende Taktreinheit, ein Pferd, das sich traut zu atmen und abzuschnauben mit dem eingehaltenen Ausdruck und Ziel der Erhaltung der Natürlichkeit. Er unterrichtet dieses auf der Basis der Richtlinien und der Ausbildungsskala. Kernaussagen waren auch, neben dem Schlaufzügelreiten vor allem den Umgang mit der Dressurkandare im Auge zu behalten, sowie den unsachgerecht zugeschnürten Nasenriemen, sowie den Schmerz- und Leidensausdruck des evtl. sogar dem Turnierrichter vorgestellten Pferdes. Er sprach auch eine im Auge zu behaltende evtl. Ungenügsamkeit der Turnierbasisprüfungen an ...
Nachhaltiger Applaus zeigte, dass er wohl allen Xenophonseminarteilnehmern Gehör gefunden hat.
Der Abend wurde im Dialog mit Turnierrichter Dr. Ridders beschlossen und insbesondere Klaus Balkenhol nahm den tüchtig sich Stellenden in den Dialog: wenn der Richtende International sich die Freiheit nimmt, pferdegerecht - klassisch und richtlinientreu zu bewerten wird die Basis natürlich leichter gesunden.
Geschäftsführerin von Xenophon ist die Leiterin des Haupt- und Landgestütes Marbach Astrid von Velsen. Sie ist chief über 500 Pferde, 80 Mitarbeiter, darunter 20 Lehrlinge. Sie hat Blick auf die Jugend, Blick auf Schulpferdereiter (u. a. reiten eine Gruppe von Journalisten und eine mit Jägern ..), Blick auf Traumpferde international verschiedener Rassen und auf die kulturregionale Auswirkung des Klassisch-Begriffes mit der dazugehörigen Pferderasse. Sie steht hinter Xenophon, sie setzt mit um. Das ist vertrauensbildend.
Also, 19. März in Hamburg, ich freue mich auf euch..Marie-Luise v. d. Sode